Klimaveränderungen mit Folgen

Klimaveränderungen mit Folgen

Klimaveränderungen

Die vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen (THGE) nehmen immer stärkeren Einfluss auf das globale Klima. Negativen Auswirkungen für Mensch und Natur sind nicht mehr zu übersehen. Veränderungen sind im Anstieg der globalen Luft- und Meerestemperaturen, dem Rückgang von Schnee- und Eisvorkommen sowie den Anstieg der Meeresspiegel festzustellen.

Klimafolgekosten

Die Folgen sind lokal in unterschiedlichem Ausmaß spürbar. Extreme Wetterereignisse wie Trockenheit, Starkniederschläge, Hitzewellen sowie die Zunahme von Wirbelstürmen und überproportionale Veränderungen der Temperaturen und des Eisvorkommens gehören dazu.

Direkten Einfluss auf die Gesundheit nehmen Allergene Pollen, die Übertragung von Infektionskrankheiten in einigen Gebieten sowie hitzebedingte Sterblichkeit.

Eine frühere Aussaat, ein verstärkter Schädlingsbefall, verkürzte Vegetationszeiten und Ernteausfälle durch wärmere und trockenere Bedingungen sowie zunehmende Schäden durch Küstenüberflutung infolge des gestiegenen Meeresspiegels sind gleichwohl zu nennen.

Die daraus resultierenden Kosten, direkt und indirekt, sowie die Folgekosten sind bereits immens. In nahezu allen Sektoren weltweit werden volkswirtschaftliche Schäden verursacht.

Klimaopfer

Die reichen Industrieländer leiden im Moment scheinbar noch wenig unter den Folgen des Klimawandels. Immer stärker trifft es dagegen Schwellen- und vor allem die Entwicklungsländer. Diese haben keine Möglichkeit die Kosten des Klimawandels auf Andere umzulegen oder durch finanzielle Rücklagen zu puffern sondern tragen die Folgen mit voller Härte.

Der Überlebenskampf aufgrund von Wasserverknappung und Vegetationsverlusten führt zu immer größeren Konflikten bis hin zu kriegerischen Ausauseinandersetzungen. Dies führt wiederum zur Verstärkung von Migrationsbewegungen („trapped populations“). Der IWF spricht von hunderten Millionen Menschen, die aufgrund der Folgen des Klimawandels ihre Heimatländer verlassen müssten.

Klimagase

Als Synonym für den Klimawandel wird Kohlenstoffdioxid »CO2« verwendet. Das Treibhausgas wird dabei (als Äquivalent für alle Treibhausgase) zur Berechnung der menschenverursachten THGE verwendet und bildet den Schwerpunkt bei der Klimadiskussion.

Die Dekarbonisierung wird dabei als zentrales Mittel für den Klimaschutz gesehen mit dem Ziel einer CO2 armen bzw. CO2 neutralen und somit klimapositiven Wirtschaft.

Handlungen und Prozesse, die Kohlenstoffdioxid freisetzen gilt es dabei durch Prozesse abzulösen, bei denen diese Freisetzungen unterbleiben oder kompensiert werden.

Konventionelle Stromerzeugung auf Basis fossiler Energieträger gilt es durch erneuerbare Energie zu ersetzen, Verbrennungsmotoren auf Elektromobilität umzustellen, die Speicherung von Strom voranzutreiben sowie die Bindung von Kohlenstoff durch Humus-Aufbau im Boden zu fördern.

Einfluss der Lebensmittelproduktion

Die industrielle Lebensmittelproduktion hat einen wesentlichen Einfluss auf unser Klima. Die Landwirtschaft als Erzeuger von Lebensmitteln ist dabei Opfer und Verursacher zugleich. Massive Umwelt- und Ressourcenprobleme werden durch weltweite Landnutzungsänderungen und industrielle Produktion von Lebens- und Genussmitteln (insbesondere tierische Produkte) verursacht.

Dabei lassen sich mittels nachhaltiger Landnutzung und einem schonenden Umgang mit der Ressource Boden CO2-Emissionen nicht nur reduzieren sondern auch langfristig binden.

Klimakompensation

Allein durch die Anreicherung von organischem Material (Humusaufbau) in landwirtschaftlichen Böden von jährlich um 0,4% könnte nach Berechnungen des französischen Agrarforschungsinstituts INRA das derzeitige Wachstum der globalen CO2-Emissionen in der Atmosphäre kompensiert werden. Ein Zuwachs von nur zwei Prozent des Kohlenstoff-Gehalts im Boden könnte 100 Prozent aller CO2-Emissionen ausgleichen.

 

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